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Schlagwort: virtual reality

Die Welt wird für Virtual Reality in 3D erfasst

Zu erst begannen Menschen, Landkarten von der Welt anzufertigen. Vor einigen Jahren fuhr Google mit Kamera-Autos durch die Welt und schuf mit Street View eine riesige Sammlung von Panoramas der Welt, durch die man sich navigieren kann. Die Karten und Fotos verschmolzen – richtig frei fühlt sich die Bewegung durch diese virtuelle Welt aber noch nicht an.

Mit dem Aufkommen von neuen Virtual Reality Anwendungen wird es immer leichter, 3D-Abbilder der Welt zu erstellen. Diese App soll es z.B. kinderleicht ermöglich, die eigene Wohnung mit der Kamera zu erfassen und in ein 3D-Modell umzuwandeln:

Die Firma Wolfprint ist weniger an Räumen interessiert, sondern sie will die Menschheit als möglichst originalgetreue Avatare in die Virtuelle Realität bringen:

Mit Microsofts neuer VR-Brille Hololens und der App Holomaps soll auch das gemeinsame Arbeiten an 3D-Stadtmodellen möglich sein:

Welche Anwendungen und welche technischen Lösungen sich durchsetzen, ist derzeit noch unklar. HP hat gerade ebenfalls eine 3D-Scannerlösung für den heimischen Schreibtisch vorgestellt. An was gerade gearbeitet wird bzw. was im Bildungsbereich schon eingesetzt wird, seht ihr in dieser Youtube-Playlist:

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Harvards Virtual Reality-Vorlesung wirft einige Fragen auf (CS50)

Jemand von Edukatico hat gerade im e-teaching.org-Chat darauf hingewiesen, dass an der Harvard Universität der CS50-Kurs (computer science) im Herbst via Virtual Reality stattfinden wird. Mit Hilfe einer Virtual Reality Brille und dem eigenen Smartphone soll man dann einmal pro Woche nach Harvard abtauchen können – so zumindest die Aussage im Video.

Spannend bleiben dabei folgende Fragen:

  • Wie macht man sich Notizen, wenn man den Laptop oder den Notizblock nicht nebenbei benutzen kann?
  • Wird man einfach nur an der Vorlesung teilnehmen oder wird es interaktive Elemente geben?
  • Kann man einfach vor- und zurückspulen, wenn man etwas nicht verstanden hat? (Das ist ja der eigentliche Vorteil von aufgezeichneten Vorlesungen)
  • Und auf welchem Platz im Sanders Theatre wird man Platz nehmen dürfen? Wie sieht die Decke aus? Und wer sitzt neben einem? 😉
Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0
Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0

Auf class-central.com schwärmt man unterdessen schon von den Potenzialen in Bezug auf Aufmerksamkeit der Studierenden: „Professor Bailenson gave a number of examples of how virtual reality could improve learning. One example is the virtual reality gaze. Experiments show that students pay more attention to a lecturer if the lecturer looks them in the eye. In a classroom of 50 students, a lecturer can only look at each student one to two percent of the time. With virtual reality, you can increase it to any percentage you want, and for every single student, by programming the virtual imagery of the lecturer that each student sees“ – ob das für einen echten Mehrwert ausreicht, bleibt zumindest fraglich.

Einen Vergleich von Virtual Reality Brillen für Smartphones findet ihr u.a. bei den VR-Nerds. Für den Einstieg gibt es  günstige Pappkarton-Varianten ab 10€ (z.B. Google Cardboard).

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0
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„The things you learned in college 15 years ago are no longer the skills that you need for your next job“

Die Gründerin der amerikanischen MOOC-Plattform Coursera, Daphne Koller, war im recode decode Podcast zu Gast und hat dort von der Zusammenarbeit von coursera mit den 145 weltweiten Partner-Universitäten bzw. Hochschulen erzählt. Außerdem ging es um die Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt, die Absolvent*innen in den nächsten Jahren bewältigen müssen. Lebenslanges Lernen ist für Daphne Koller hierbei unverzichtbar.

Daphne Koller sieht die Partnerschaft mit coursera als eine Möglichkeit für Hochschulen, um sich davor zu schützen, disruptiert zu werden (siehe: Disruption). Ihrer Ansicht nach werden Hochschulen und deren Fakultäten weiterhin benötigt, um bei Studierenden wichtige Kompetenzen für die Zukunft auszubilden, welche nicht allein in courseras Kursen vermittelt werden können.
Entgegenhalten könnte man an dieser Stelle natürlich, dass ein kommerzielles Unternehmen seinen Partner-Hochschulen sicher nicht öffentlich kundtun wird, dass ihre Ersetzung durch die eigene Plattformen droht. 😉

Klassische Vorlesungen (college lectures) könnten aber laut Koller in Zukunft von der Bildfläche verschwinden. Außerdem ging es um Künstliche Intelligenz und Virtual Reality.

Zum Artikel: Coursera President Daphne Koller: Your old college diploma isn’t good enough for the 21st century economy

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Screenshot coursera-Startseite, nicht unter freier Lizenz.
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OP-Simulationen in der Mittagspause, Totalüberwachung und analoge Studis: Digitalisierung 4.0

Das Campus Magazin vom Bayerischen Rundfunk hat sich mit dem Thema Digitalisierung und deutschen Hochschulen befasst und einige spannende Gesprächspartner*innen mit der Kamera begleitet.

Den Auftakt im Beitrag macht die aufstrebende „Online-Uni“ Kiron, die zurzeit für geflüchtete Menschen den Zugang zu Hochschulbildung in Deutschland ermöglicht. Dafür wird teilweise auf Vorlesungsaufzeichnungen amerikanischer Professor*innen zurückgegriffen, aber es werden auch lokale Lernräume in Berlin zur Verfügung gestellt (ab Minute 2:29).

Zwischendurch mal eine OP-Situation trainieren

Weiteres Thema im Beitrag sind Computersimulationen für Operationen im Medizinstudium, welche es den Studierenden ermöglichen, schon frühzeitig praxisnahe Erfahrungen zu sammeln (ab Minute 10:00).

Die totalüberwachte Studentin?

An der Uni Siegen arbeitet Prof. Dr. Rainer Brück an einem elektronischen Ring, der Emotionen erkennt. Mit diesem Ring soll u.a. über eine Pulsmessung festgestellt werden, wann Studis sich langweilen bzw. an Konzentration verlieren. „Die Lernsoftware würde dann für Abwechslung sorgen“ heißt es im Off-Text des Beitrags – eine Aussage, die stark an Jöran Muuß-Merholzs Vortrag auf der Republica 2015 erinnert: „Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführen werden“. Denn: Die Idee, die Konzentrationsfähigkeit von Studis zu analysieren, um Lerninhalte direkt an sie anzupassen, erscheint zielführend und einleuchtend. Aber ist es angemessen und vertretbar, dass bald ständig Daten in Echtzeit von Lernenden über Sensoren erhoben werden – wie bspw. der Augenkontakt zum Bildschirm, der Puls und weitere Informationen?

Analog arbeitende Studis?

Aufgearbeitet wird ab Minute 13:49 dann die aktuelle Studie vom Hochschulforum Digitalisierung, welche den Studierenden zusammenfassend eine geringe Mediennutzung im Studium bescheinigte. Der Verfasser der Studie, Malte Persike von der Universität Mainz, kommt aber zu einem studierendenfreundlichen Fazit:

„Die Studierenden nutzen das, was ihnen angeboten wird. Wenn der Lehrende ihnen nur recht klassische Lehrmaterialien anbietet, dann brauch ich als Student nicht groß rumzuschauen, sondern ich weiß ja, dass ich mit den Materialien, die mir angeboten werden, mein Studium bestehen kann.“

Die Comedy-Einlage am Ende könnt ihr übrigens gekonnt überspringen, wenn ihr die Sendung als qualitativ gut im Hinterkopf behalten möchtet. (#facepalm)

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