Skip to content

Schlagwort: kiron

OP-Simulationen in der Mittagspause, Totalüberwachung und analoge Studis: Digitalisierung 4.0

Das Campus Magazin vom Bayerischen Rundfunk hat sich mit dem Thema Digitalisierung und deutschen Hochschulen befasst und einige spannende Gesprächspartner*innen mit der Kamera begleitet.

Den Auftakt im Beitrag macht die aufstrebende „Online-Uni“ Kiron, die zurzeit für geflüchtete Menschen den Zugang zu Hochschulbildung in Deutschland ermöglicht. Dafür wird teilweise auf Vorlesungsaufzeichnungen amerikanischer Professor*innen zurückgegriffen, aber es werden auch lokale Lernräume in Berlin zur Verfügung gestellt (ab Minute 2:29).

Zwischendurch mal eine OP-Situation trainieren

Weiteres Thema im Beitrag sind Computersimulationen für Operationen im Medizinstudium, welche es den Studierenden ermöglichen, schon frühzeitig praxisnahe Erfahrungen zu sammeln (ab Minute 10:00).

Die totalüberwachte Studentin?

An der Uni Siegen arbeitet Prof. Dr. Rainer Brück an einem elektronischen Ring, der Emotionen erkennt. Mit diesem Ring soll u.a. über eine Pulsmessung festgestellt werden, wann Studis sich langweilen bzw. an Konzentration verlieren. „Die Lernsoftware würde dann für Abwechslung sorgen“ heißt es im Off-Text des Beitrags – eine Aussage, die stark an Jöran Muuß-Merholzs Vortrag auf der Republica 2015 erinnert: „Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführen werden“. Denn: Die Idee, die Konzentrationsfähigkeit von Studis zu analysieren, um Lerninhalte direkt an sie anzupassen, erscheint zielführend und einleuchtend. Aber ist es angemessen und vertretbar, dass bald ständig Daten in Echtzeit von Lernenden über Sensoren erhoben werden – wie bspw. der Augenkontakt zum Bildschirm, der Puls und weitere Informationen?

Analog arbeitende Studis?

Aufgearbeitet wird ab Minute 13:49 dann die aktuelle Studie vom Hochschulforum Digitalisierung, welche den Studierenden zusammenfassend eine geringe Mediennutzung im Studium bescheinigte. Der Verfasser der Studie, Malte Persike von der Universität Mainz, kommt aber zu einem studierendenfreundlichen Fazit:

„Die Studierenden nutzen das, was ihnen angeboten wird. Wenn der Lehrende ihnen nur recht klassische Lehrmaterialien anbietet, dann brauch ich als Student nicht groß rumzuschauen, sondern ich weiß ja, dass ich mit den Materialien, die mir angeboten werden, mein Studium bestehen kann.“

Die Comedy-Einlage am Ende könnt ihr übrigens gekonnt überspringen, wenn ihr die Sendung als qualitativ gut im Hinterkopf behalten möchtet. (#facepalm)

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten.
Leave a Comment