Skip to content

*** Studieren.digital *** Posts

Von universitären Analogburgen und digitalen Wolken

Vorsicht, #longread!. Dies ist ein Beitrag zur Blogparade: „Was macht ein Hochschulstudium aus?“ von Oliver Tacke.  Kommentierbare Version auf Google Docs hier.

Timo van Treeck, seines Zeichens Hochschuldidaktiker, hat die erste Frage „Was macht ein Hochschulstudium aus?“ schon klar beantwortet in seinem Beitrag Angewiesen auf Wissenschaftlichkeit:

„Die Einheit von Forschung und Lehre! (zumindest auf den ersten Teil der Frage). Ein Hochschulstudium bereitet (siehe auch die Folien hier) „auf berufliche und gesellschaftliche Handlungsfelder vor, die auf Grund ihrer Komplexität auf Wissenschaftlichkeit angewiesen sind“ (HRG, HZG NRW). Ich/Man soll also im Hochschulstudium Wissenschaft erlernen, am besten in dem ich Wissenschaft betreibe und darüber einen wisssenschaftlichen Zugang zu gesellschaftlichen und beruflichen Fragen entwickeln. Dieser wissenschaftliche Zugang bedeutet auch, dass es nicht nur um Problemlösungen geht, sondern darum sich in neuen Situation nicht nur adaptiv, sodern „transformativ“ zu verhalten (vgl. Reis 2014, S.95f), indem man nicht nur Lösungen findet sondern auch Probleme neu gestaltet, interpretiert und verändert. Um das zu können, muss ich selbst forschend aktiv werden.“

Oliver Tacke fragt weiterhin: Was davon ist warum digitalisierbar oder eben nicht warum nicht?

Ich selbst hatte das große Privileg, in zwei kleinen und speziellen Studiengängen zu studieren, in denen ich mit jeweils ca. 30 Mitstudierenden intensiv zusammengearbeitet habe (Audiovisuelle Medienbildung in Magdeburg sowie Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit in Köln). Große Vorlesungen waren hierbei eher die Ausnahmefälle, Seminare wurden mit hohen Anteilen von individuellen Ausarbeitungen wie Präsentationen und Hausarbeiten sowie Projekt-Gruppenarbeiten von Studierenden gestaltet. Und der Medieneinsatz war vor allem in Magdeburg ebenfalls sehr hoch, da Studierende Internetprojekte oder Medienprodukte wie Kurzfilme oder Video Essays als Prüfungsleistungen anfertigen konnten. Lag aber natürlich auch am Thema des Studiengangs. 😉 Ich könnte jetzt darüber schreiben, was für mich diese zwei Studiengänge ausgemacht haben – mache ich aber bewusst nicht, weil ich für diese Frage eine größere Perspektive einnehmen möchte, besser gesagt zwei Perspektiven:

Universitäre Analogburg-Perspektive vs. Digitalisierungswolken-Perspektive

Foto: Solomon_Barroa (CC0, Pixabay)

Meiner Ansicht nach wird in der allgemeinen Diskussion um #Digitalisierung und Hochschule sehr oft nur von einer Perspektive aus gedacht: Man geht von den derzeitigen Umständen aus, also von Studiengängen die vorrangig lokal in den Räumlichkeiten der Hochschulen stattfinden und von Studierenden, die jeden Tag den Weg in diese Räumlichkeiten finden. Wenn man nun fragt, was ein Hochschulstudium ausmacht, ist es logisch, dass Aspekte wie interessante Vorlesungen, inspirierende Gespräche mit Professor*innen oder die Gemeinschaft unter den Studierenden vor Ort genannt werden. Der physikalische Ort Hochschule in Form von Gebäuden und Vorlesungs- bzw. Seminarräumen ist das Zentrum dieser Erfahrungen. Hiermit eng verbunden sind soziale Phänomene und soziale Rituale (Vorlesungs- oder Mensabesuche), Erlebnisse und Begegnungen mit Personen wie Mitstudierenden und Lehrenden und Zugehörigkeitsgefühle zu Gruppen wie dem eigenen Studiengangsjahrgang. All dies macht ein Hochschulstudium derzeit(!) aus. Ich möchte diese Perspektive im folgenden die universitäre Analogburg-Perspektive nennen.

Die Bewohner*innen von universitären Analogburgen fühlen sich eigentlich wohl: Die Burgmauern haben sie schon mehrere Jahrhunderte beschützt, sie sind anerkannt in der Gesellschaft, genießen die Freiheit der Forschung und Lehre und haben innerhalb ihrer Mauern tolle Vorlesungsgebäude und große Bibliotheken, in denen ihr Wissen und ihre Forschung auf Papier gesammelt wird. Und zweimal im Jahr kommen große Scharen von neuen Studierenden freiwillig in ihre Analogburgen, um etwas zu lernen. Gut, für einige Analogburg-Bewohner*innen sind es inzwischen zu viele und zu wenig gute Studierende, aber was will man schon machen? Ansonsten ist die universitäre Analogburg ein großartiger Ort zum Denken, Arbeiten und Lernen!

Foto: Solomon_Barroa (CC0, Pixabay)
Foto: Solomon_Barroa (CC0, Pixabay)

Und nun kommen Personen vor diese Burgmauern, scheinbar euphorisch auf einer Digitalisierungswolke schwebend, und stellen alles in Frage, was in der Burg über Jahre aufgebaut wurde. Diese Personen tun dies meist mit dem Hinweis auf neue technische Möglichkeiten, die scheinbar vollständig ortsungebunden funktionieren. Für viele Bewohner*innen einer universitären Analogburg ist diese Digitalisierungswolken-Perspektive in den meisten Fällen eher bedrohlich als vielversprechend – wer weiß schon, ob ein großes Gewitter aus solchen Wolken entsteht? Trotzdem wurden über die Jahre verschiedene Zugeständnisse an die Personen aus den Digitalisierungswolken gemacht und so wurden Lernmanagementsysteme innerhalb der Burgmauern errichtet und Computer in die Bibliotheken gestellt. Und doch ziehen die Digitalisierungswolken nicht weiter und die Personen aus den Wolken nörgeln weiter und sagen, dass ihnen das alles noch viel zu wenig ist.

So bilden sich bewusst oder unbewusst zwei Pole zwischen den Perspektiven aus, zwischen denen digitale Möglichkeiten, Meinungen und Strategien dann verhandelt werden – was der Diskussion nicht immer gut tut und im schlimmsten Fall zu einem Bollwerk führt, welches auf einer – oder auch auf beiden Seiten errichtet wird. Was folgt sind Grabenkampf-Diskussionen, wenn es um Digitalisierung und Hochschule geht. Am bildlichsten könnte man diese Diskussionen der beiden Perspektiven wohl an diesem Beispiel beschreiben:

2 Comments

Komplette Session online: „Sci-Hub, good or bad?“

Nice! Da sind einige spannende Aspekte im Podcast dabei, auch in Bezug auf Vergleiche mit der Musikindustrie, welche damals durch illegale Angebote wie Napster unter Druck geriet:

Ich hatte ja schon hier im Blog über sci-hub berichtet: Ist Sci-Hub das kinox der Wissenschaft? Und gibt es Literatur-Piraterie an deutschen Hochschulen?

Comments closed

Harvards Virtual Reality-Vorlesung wirft einige Fragen auf (CS50)

Jemand von Edukatico hat gerade im e-teaching.org-Chat darauf hingewiesen, dass an der Harvard Universität der CS50-Kurs (computer science) im Herbst via Virtual Reality stattfinden wird. Mit Hilfe einer Virtual Reality Brille und dem eigenen Smartphone soll man dann einmal pro Woche nach Harvard abtauchen können – so zumindest die Aussage im Video.

Spannend bleiben dabei folgende Fragen:

  • Wie macht man sich Notizen, wenn man den Laptop oder den Notizblock nicht nebenbei benutzen kann?
  • Wird man einfach nur an der Vorlesung teilnehmen oder wird es interaktive Elemente geben?
  • Kann man einfach vor- und zurückspulen, wenn man etwas nicht verstanden hat? (Das ist ja der eigentliche Vorteil von aufgezeichneten Vorlesungen)
  • Und auf welchem Platz im Sanders Theatre wird man Platz nehmen dürfen? Wie sieht die Decke aus? Und wer sitzt neben einem? 😉
Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0
Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0

Auf class-central.com schwärmt man unterdessen schon von den Potenzialen in Bezug auf Aufmerksamkeit der Studierenden: „Professor Bailenson gave a number of examples of how virtual reality could improve learning. One example is the virtual reality gaze. Experiments show that students pay more attention to a lecturer if the lecturer looks them in the eye. In a classroom of 50 students, a lecturer can only look at each student one to two percent of the time. With virtual reality, you can increase it to any percentage you want, and for every single student, by programming the virtual imagery of the lecturer that each student sees“ – ob das für einen echten Mehrwert ausreicht, bleibt zumindest fraglich.

Einen Vergleich von Virtual Reality Brillen für Smartphones findet ihr u.a. bei den VR-Nerds. Für den Einstieg gibt es  günstige Pappkarton-Varianten ab 10€ (z.B. Google Cardboard).

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Foto: Woman Using a Samsung VR Headset at SXSW von Nan Palmero, Lizenz: CC BY 2.0
Comments closed

Aufruf Blogparade: Was macht ein Hochschulstudium aus?

Oliver Tacke ruft in seinem Blog zur Blogparade auf und würde auch gerne explizit von Studierenden wissen, was für euch die Hochschule ausmacht. Seine Hauptfrage für die Blogparade:

Mich führt das zu der Frage: Was macht ein Hochschulstudium aus? Und was davon lässt sich weshalb nicht digital abbilden – oder warum vielleicht doch?

Hintergründe erläutert er im dazugehörigen Blogpost: Aufruf zur Blogparade: Was macht ein Hochschulstudium aus? (Blog-Artikel)

Aufruf zur Blogparade: Was macht ein Hochschulstudium aus?

Ich beobachte die Parade gespannt und arbeite selbst gerade schon an einem Artikel dazu.

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Foto „Question Mark Garden“ von Dennis Brekke, Lizenz: CC BY 2.0.
1 Comment

#OpenIdea: Moderationswände mit App digital dokumentieren und weiter nutzen?

Animation, in welcher eine analoge Pinnwand mit Moderationskarten digitalisiert wird, d.h. der Text der Karten wird erkannt
Eigene GIF-Animation, Lizenz: CC-BY-SA 4.0. Verwendetes Foto „Pinnwand“ von Markus Bärlocher, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Gruppenarbeitsprozesse können auch in digitalisierten Zeiten mit analogen Arbeitsmaterialien gewinnbringend gestaltet werden. Die Moderations-Methode arbeitet hierfür mit Stellwänden, auf welchen teilnehmende Personen in Workshops Klebezettel aufkleben oder bunte Karten anpinnen. Auf diesen finden sich erarbeitete Stichpunkte, Gedanken und Begriffe, die auch schnell wieder an einen anderen Bereich auf der Stellwand geheftet werden können. So ist eine übersichtliche und visuelle Arbeit an einem Thema möglich – wäre da nicht ein Problem: Nach einem Workshop stehen dort nun Stellwände voller Gedanke und Ergebnisse, die erarbeitet wurden. Normalerweise werden diese zu Dokumentationszwecken dann abfotografiert – und damit endet der Prozess. Wäre es nicht praktisch, wenn diese Visualisierungen digitalisiert, online geteilt und weiter bearbeitet werden könnten?

Während es für Papierdokumente inzwischen Scanner Apps (z. B. für Android) gibt, die auch Texterkennung (OCR) beherrschen, gibt es eine „Moderationswände-digitalisieren-App“ leider immer noch nicht.

Hochschuldidaktiker Timo van Treeck hat diese Idee 2013 ausführlich formuliert:
Hackathon: Developing an App for Offline-Online-Moderation
(Lizenz der Projektbeschreibung (Text): Timo van Treeck, CC BY-SA 3.0 DE)

Oder gibt es doch schon eine App? Oder Alternativen? Und was haltet ihr von der Idee?
Hinweise gerne in den Kommentaren!

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten.
Comments closed

„The things you learned in college 15 years ago are no longer the skills that you need for your next job“

Die Gründerin der amerikanischen MOOC-Plattform Coursera, Daphne Koller, war im recode decode Podcast zu Gast und hat dort von der Zusammenarbeit von coursera mit den 145 weltweiten Partner-Universitäten bzw. Hochschulen erzählt. Außerdem ging es um die Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt, die Absolvent*innen in den nächsten Jahren bewältigen müssen. Lebenslanges Lernen ist für Daphne Koller hierbei unverzichtbar.

Daphne Koller sieht die Partnerschaft mit coursera als eine Möglichkeit für Hochschulen, um sich davor zu schützen, disruptiert zu werden (siehe: Disruption). Ihrer Ansicht nach werden Hochschulen und deren Fakultäten weiterhin benötigt, um bei Studierenden wichtige Kompetenzen für die Zukunft auszubilden, welche nicht allein in courseras Kursen vermittelt werden können.
Entgegenhalten könnte man an dieser Stelle natürlich, dass ein kommerzielles Unternehmen seinen Partner-Hochschulen sicher nicht öffentlich kundtun wird, dass ihre Ersetzung durch die eigene Plattformen droht. 😉

Klassische Vorlesungen (college lectures) könnten aber laut Koller in Zukunft von der Bildfläche verschwinden. Außerdem ging es um Künstliche Intelligenz und Virtual Reality.

Zum Artikel: Coursera President Daphne Koller: Your old college diploma isn’t good enough for the 21st century economy

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Screenshot coursera-Startseite, nicht unter freier Lizenz.
Comments closed

„They’re gonna be very angry“ – warum Künstliche Intelligenz und Automatisierung uns alle betrifft

Viele der technischen Innovationen im Bildungsbereich werden in naher Zukunft vermutlich aus dem Silicon Valley ihren Weg zu uns finden. Doch nicht nur der Bildungsbereich ist betroffen: Viel mehr geht es um die gesamte Organisation der Arbeitswelt und des täglichen Lebens, die durch neue Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Virtual Reality maßgeblich verändert werden soll. Technik-Hypes, Hoffnungen und Heilsversprechen hin oder her – wie umfassend und intensiv im Silicon Valley mit High-Tech, großen Budgets und Expert*innen aus aller Welt an der Zukunft gearbeitet wird, zeigt die ZDF-Doku „Schöne neue Welt“.

Angela Andersen und Claus Kleber sind auf Entdeckungsreise gegangen und schwanken zwischen Bewunderung des Fortschritts und der Furcht vor Veränderungen an der Welt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Letzteres überwiegt dabei meistens und den roten Faden vermisst man auch ein wenig. Nichtsdestotrotz haben Andersen und Kleber interessante Gesprächspartner*innen vor die Kamera bekommen, wegen welchen sich das Anschauen der Doku für euch lohnen könnte.

Automatisierung und Künstliche Intelligenz als Bedrohung von Akademiker*innen?

So prophezeit Stanford-Professor Neil Jacobstein (ab Minute 36:00), dass nicht nur einfache Arbeiter*innen vom Automatisierungsumbruch betroffen sein werden, sondern auch vermeintlich gut ausgebildete Akademiker*innen mit hohen Erwartungen, deren Jobs durch Künstliche Intelligenz verschwinden: „They’re gonna be very angry“. Für ihn stellt sich die Frage, wie sich die Zerstörung und der Aufbau neuer Jobs durch neue Technologien im Gleichgewicht halten lassen. Jacobstein verweist dabei auch auf die Sicherung eines Existenzminimums für alle, um die Folgen des Fortschritts bewältigen zu können.

Europäer*innen als Stimme der Vernunft?

Vorsicht, Spoiler:

Die Doku gipfelt dann in dem eher bizarren Schlussfazit, welches teilweise mit Bildern des Burning Man Festivals unterlegt ist:

Müssen wir mitgehen auf diesen Trip? Nein, wir sind Europäer – aus anderem Holz geschnitzt. Wir vergöttern Veränderungen nicht so. Das ist nicht unser Trip. Vielleicht neigen wir zu einem schärferen Blick dafür, wie untrennbar verwoben Verheißung und Gefahr im Fortschritt sind.
Sehen besser, wie dringend es wäre nachzudenken, bevor Unwiderrufliches geschieht.
Aber bremsen allein wird nicht reichen.

In Deutschland ist man vielleicht weiterhin theoretisch skeptisch gegenüber den großen Internetkonzernen und ihren Innovationsprodukten eingestellt – und doch hat Googles Suchmaschine seit mehreren Jahren einen Marktanteil von über 90 % in Deutschland. Der Facebook Messenger als auch WhatsApp führen in den europäischen Ländern die Nutzungsstatistik mit weitem Vorsprung gegenüber der Konkurrenz an. Wo da die zitierten, anders geschnitzten Europäer auf die Bremse treten oder überhaupt treten könnten, bleibt offen.

Die gesamte Doku findet ihr hier: Schöne neue Welt: Wie Silicon Valley unsere Zukunft bestimmt (Mediathek-Beitrag)

Längere Einzelinterviews sind ebenfalls verfügbar:

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten.
Comments closed

OP-Simulationen in der Mittagspause, Totalüberwachung und analoge Studis: Digitalisierung 4.0

Das Campus Magazin vom Bayerischen Rundfunk hat sich mit dem Thema Digitalisierung und deutschen Hochschulen befasst und einige spannende Gesprächspartner*innen mit der Kamera begleitet.

Den Auftakt im Beitrag macht die aufstrebende „Online-Uni“ Kiron, die zurzeit für geflüchtete Menschen den Zugang zu Hochschulbildung in Deutschland ermöglicht. Dafür wird teilweise auf Vorlesungsaufzeichnungen amerikanischer Professor*innen zurückgegriffen, aber es werden auch lokale Lernräume in Berlin zur Verfügung gestellt (ab Minute 2:29).

Zwischendurch mal eine OP-Situation trainieren

Weiteres Thema im Beitrag sind Computersimulationen für Operationen im Medizinstudium, welche es den Studierenden ermöglichen, schon frühzeitig praxisnahe Erfahrungen zu sammeln (ab Minute 10:00).

Die totalüberwachte Studentin?

An der Uni Siegen arbeitet Prof. Dr. Rainer Brück an einem elektronischen Ring, der Emotionen erkennt. Mit diesem Ring soll u.a. über eine Pulsmessung festgestellt werden, wann Studis sich langweilen bzw. an Konzentration verlieren. „Die Lernsoftware würde dann für Abwechslung sorgen“ heißt es im Off-Text des Beitrags – eine Aussage, die stark an Jöran Muuß-Merholzs Vortrag auf der Republica 2015 erinnert: „Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführen werden“. Denn: Die Idee, die Konzentrationsfähigkeit von Studis zu analysieren, um Lerninhalte direkt an sie anzupassen, erscheint zielführend und einleuchtend. Aber ist es angemessen und vertretbar, dass bald ständig Daten in Echtzeit von Lernenden über Sensoren erhoben werden – wie bspw. der Augenkontakt zum Bildschirm, der Puls und weitere Informationen?

Analog arbeitende Studis?

Aufgearbeitet wird ab Minute 13:49 dann die aktuelle Studie vom Hochschulforum Digitalisierung, welche den Studierenden zusammenfassend eine geringe Mediennutzung im Studium bescheinigte. Der Verfasser der Studie, Malte Persike von der Universität Mainz, kommt aber zu einem studierendenfreundlichen Fazit:

„Die Studierenden nutzen das, was ihnen angeboten wird. Wenn der Lehrende ihnen nur recht klassische Lehrmaterialien anbietet, dann brauch ich als Student nicht groß rumzuschauen, sondern ich weiß ja, dass ich mit den Materialien, die mir angeboten werden, mein Studium bestehen kann.“

Die Comedy-Einlage am Ende könnt ihr übrigens gekonnt überspringen, wenn ihr die Sendung als qualitativ gut im Hinterkopf behalten möchtet. (#facepalm)

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten.
Comments closed

Digital-unterstützte Gruppenarbeit #1: Literatur mit Mendeley-Gruppen gemeinsam recherchieren und kommentieren

Wie kann man Gruppenarbeiten mit digitalen Tools und Diensten organisieren? Und auch Geräte wie Tablets oder Smartphones hierfür mitnutzen? Diese Artikelreihe soll mehrere Möglichkeiten aufzeigen. Den Auftakt mache ich mit dem Online-Dienst Mendeley, welcher mehrere Programme und Apps für Desktop- als auch für Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets anbietet. Lohnt sich Mendeley für den Einsatz bei der gemeinsamen Literaturrecherche und Kommentierung? Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Comments closed

Studialltag automatisieren: Den Computer die Arbeit machen lassen?

Programmierer*innen sind meist sehr findige Menschen – zumindest wenn es darum geht, lästige und sich wiederholende Aufgaben zu vermeiden. Lieber programmieren sie dann ein kleines Programm (Skript) als dass sie ein und dieselbe Aufgabe mehrmals erledigen (undenkbar für Programmierer*innen!). Im Internet kursieren nun die Skripte eines Programmierers, welche seine ehemalige Firma nach seinem Arbeitsplatzwechsel entdeckte. Der Programmierer regelte mit den Skripten die Kommunikation mit Chefs sowie bestimmten Kunden automatisch und optimierte sogar seinen Gang zur Kaffeemaschine mit einem Skript. Was können Studierende davon lernen?

Comments closed

Disruption und Hochschullehre (Vortragsentwurf)

Ich hatte hier im Blog ja schon kurz zu Disruption und Hochschule etwas geschrieben und einen Videoremix erstellt. Der Hintergrund war folgender: Für eine Tagung zum Thema Digitalisierung, an welcher sieben verschiedene Hochschulen beteiligt sind, wurde ich an der TH Köln als interessierter Studierender eingeladen.* Für die internen Vorbereitungsgespräche zu einem Positionspapier habe ich einen Kurzinput zu Disruption vorbereitet, der während der Recherche immer länger wurde, weil das Thema so spannend ist. Deshalb teile ich mit euch jetzt den kompletten Vortragsentwurf als Videovortrag online (Youtube-Video):

Kommentare können direkt an die jeweiligen Folien geheftet werden: Präsentationsfolien bei Google Drive zum kommentieren (Befehl: Einfügen -> Kommentieren) oder einfach direkt unter diesem Blogeintrag.
Das Video steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz, Lizenzhinweise zu den verwendeten Elementen finden sich auf den letzten Folien. (Untertitel werden noch hinzugefügt)

Funfact: Das Positionspapier zu Digitalisierung, was bei der Tagung diskutiert werden soll, gab es vorab nur als Totholz-Variante.

Danke im Voraus für Feedback, Anregungen und kritische Kommentare! (Gerne auch zum Format Onlinevortrag generell)

* Die Einladung ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass ich Ende des Jahres 2015 eine etwas grummelige Barcamp-Session aus studentischer Perspektive an der TH Köln gehalten habe: Folien: Hochschulen als innovativer, barrierearmer und vernetzter Lernort? Von wegen!. 😉

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Abandoned Hospital (15) von Jan Bommes, Lizenz: CC-BY 2.0
Comments closed

Starthilfe aus Rostock: Hausarbeitsvorlagen für Word, OpenOffice und LaTeX

Für die Formatierung der Hausarbeit geht am Anfang eines Studiums manchmal genau so viel Zeit drauf wie für den eigentlichen Schreibprozess. Das „TutorInnenprogramm: Lernen auf Augenhöhe“ der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Rostock möchte den Studierenden den Einstieg in Seminararbeiten und wissenschaftliches Arbeiten erleichtern und bietet deshalb kostenfreie Vorlagen für Microsoft Word, OpenOffice sowie LaTeX an. In diesen sind bpsw. das Tabellenverzeichnis, das Abbildungsverzeichnis sowie das Inhaltsverzeichnis bereits formatiert.

Die Auflistung der verschiedenen Vorlagen (Seminararbeit, Handout)
Die verfügbaren Vorlagen

Download der Vorlagen: Starthilfe Vorlagen

Weiterhin gibt es eine Videoplaylist im Bereich Tutorials, in welcher die Funktionsweisen für die verschiedenen Elemente wie dem Inhaltsverzeichnis erklärt werden:

(Die Videos stehen leider nicht unter freier Lizenz)

Weiterhin gab bzw. gibt es auch einige Social Media Aktivitäten:

Für Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten wird auf die Facebook-Gruppe Wissenschaftliches Arbeiten verlinkt, welche laut Gruppenbeschreibung „durch Studierende und DozentInnen unter der “Schirmherrschaft” von Prof. Dr. Werner Heister, ordentlicher Professor an der Hochschule Niederrhein“ betreut wird.

Grüße nach Rostock und danke für das Bereitstellen!

Kennt ihr noch weitere Beispiele von (euren?) Hochschulen, bei denen gut dokumentierte Vorlagen oder Tutorials zum wissenschaftlichen Arbeit bereitgestellt werden (vielleicht auch unter freier Lizenz)? Was hat euch beim Einstieg geholfen?

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags von Tristan Durand, Lizenz: CC BY 2.0.
Comments closed

Ist Sci-Hub das kinox der Wissenschaft? Und gibt es Literatur-Piraterie an deutschen Hochschulen?

Sci-Hub beschreibt sich selber als „the first pirate website in the world to provide mass and public access to tens of millions of research papers“. In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sci-Hub funktioniert, welche Rolle das Projekt in der Wissenschaftswelt spielt und wie es derzeit diskutiert wird. Außerdem gibt es wichtige Unterschiede zwischen illegalen Streamingportalen wie kinox und dem Sci-Hub Projekt – diese werden im Fazit genannt.

Comments closed

Eure Präsentationen und Hausarbeiten sind für die Tonne? (#COER16 startet)

Schweiß, Tränen und viele Nachtschichten habt ihr in eure Seminarpräsentationen und Hausarbeiten investiert. Danach haltet ihr einen Vortrag für wenige Mitstudierende oder die Hausarbeit wird vom Dozierenden gelesen – im besten aller Falle sehr ausführlich, im schlechtesten Fall wird sie nur überflogen. Und danach fliegt das Ding in die Tonne, obwohl ihr das Gefühl habt, dass auch noch andere Studierende von dem erarbeiteten Wissen profitieren könnten? Falls euch das bekannt vorkommt, solltet ihr jetzt weiterlesen!

Eigene Arbeiten befreien und im Netz veröffentlichen? Hallo, Urheberrecht!

Grundsätzlich gilt: Für jedes Werk (Text, Foto, Video, etc.), welches ihr selber erstellt, seid ihr der*die Urheber*in. Somit könntet ihr eigene Arbeit einfach im Internet veröffentlichen – wenn da nicht einige Fallstricke wären. Falls ihr nämlich andere Werke in eurer Arbeit verwendet, z.B. Zitate, Fotos, Bilder oder Videoausschnitte, ist euch dies im wissenschaftlichen Bereich vom Paragraphen 51 UrhG erlaubt (Zitatrecht). Das große ABER hierbei: Das Zitat muss zweckgebunden sein, d.h. in eurer Arbeit müsst ihr euch mit dem Textzitat oder einem bestimmten Bild inhaltlich befasst haben, rein dekorative Zwecke greifen hier nicht. Eine Blumenwiese im Hintergrund eurer Präsentation oder auf dem Titelbild eurer Hausarbeit wird in den meisten Fällen hiervon wohl nicht betroffen sein. Somit greift Paragraph 51 nicht und die Nutzungsrechte kommen ins Spiel.

Fotos und Videos verwenden – Quellenangabe reicht nicht!

Bleiben wir bei dem Blumenwiesenfoto als Beispiel: Ein weit verbreiteter Mythos ist es leider immer noch, dass man Fotos aus dem Internet einfach weiternutzen darf, wenn man die Quelle angibt. Schon seit 2007 sollte aber klar sein, dass dies nicht der Fall ist: Für jedes fremde Werk, welches ihr nutzen wollt, müsst ihr euch von der Urheberin oder dem Urheber ein Nutzungsrecht einräumen lassen. So gab es zahlreiche Abmahnungen, weil Internetnutzer*innen Bilder aus der Google Bildersuchmaschine von einem Online-Kochrezepteanbieter für eigene Rezeptanleitungen auf ihren Webseiten verwendet haben (Artikel: Wie ein Webmaster mit Lebensmittelfotos Kasse macht).

Das Einholen eines Nutzungsrecht kann schriftlich oder auch auf mündliche Art erfolgen. In der Praxis ist es aber ein enorm hoher Aufwand, wenn ihr für jedes Bild oder Video die jeweiligen Urheber*innen persönlich kontaktieren müsst und dann auch noch die genauen Rahmenbedingungen für die Nutzung verhandeln müsst. Den Urherber*innen eines Werk steht es zwar frei, anderen Nutzer*innen die Weiternutzung zu ermöglichen, ohne dass sie um Erlaubnis fragen müssen. Dazu muss der*die Urherber*in einen Hinweis bzw. Rechtstext formulieren, welcher die Nutzungsrechte konkretisiert (Erlaubnis zum Kopieren, zur Veränderung, zur Wiederveröffentlichung, etc.) – für mich und alle von euch, die ohne juristischen Bezug studieren, wohl eher eine „mission impossible“.

Freie Creative Commons-Lizenzen als Retter in der Not

Das Team der Creative Commons Organisation vor einer grünen Wand mit dem Creative Commons Schriftzug in weißer Schrift sowie dem Logo mit der Abkürzung CC
„Creative Commons staff at the Spring 2013“ In Town Week. Foto von David Kindler, Lizenz: CC BY 2.0

Maßgeblich beeinflusst durch den Rechtsprofessor Lawrence Lessig, damals an der Stanford Law School, gründete sich deshalb 2001 die gemeinnützige Organisation Creative Commons gegründet. Mit den Creative Commons Lizenzen ist es für Urherber*innen deutlich einfacher geworden, eigene Werke online zu veröffentlichen und eine Weiternutzung zu ermöglichen, ohne dass um Erlaubnis gefragt werden muss. Ganz wichtig: Freie Lizenzen bedeuten nicht, dass das Urheberrecht an eurem Werk erlischt – ihr bleibt weiter Urheber*in eures Werk und legt lediglich fest, wie andere euer Werk benutzen dürfen.

Über die Creative Commons Lizenzen könnt ihr nun also ein Bild von einer Blumenwiese finden, welches ihr auch rein dekorativ in euren Arbeiten wie Präsentationen oder Hausarbeiten verwenden könnt – unabhängig vom Zitatzweck. Inzwischen haben große Fotoanbieter wie Flickr oder die Google Bildersuchmaschine die Filtermöglichkeit nach freien Lizenzen hinzugefügt. Hierfür müsst ihr den erweiterten Einstellungen nachschauen oder einfach das Tool search.creativecommons.org benutzen.

Wenn alle Nutzungsrechte in eurer Arbeit geklärt sind, dann könnt ihr sie ebenfalls im Internet veröffentlichen, z. B. bei der Datenbank Studierendenwissen – und durch Creative Commons Lizenzen ebenfalls für andere zugänglich und nutzbar machen (Lizenzauswahl-Tool für Creative Commons Lizenzen). Und ganz nebenbei habt ihr dadurch ein freies Lernmaterial erstellt, welches unter dem Schlagwort Open Educational Resources (OER) gesammelt wird.

Wie geht das alles in der Praxis? #COER16

Natürlich ergeben sich für die Praxis noch mehrere Detailfragen. Abhilfe schaffen hier zahlreiche Materialien im Netz, die Facebook-Gruppe zu OER im deutschsprachigen Raum aber auch der heute gestartete Online-Kurs zu Open Educational Resources, welcher die Creative Commons Lizenzen ebenfalls ausführlich behandelt. Der Kurs wird sowohl auf der offene Lernplattform der Fachhochschule Lübeck (mooin) als auch auf der österreichischen Plattform (imoox) durchgeführt. In den Kursforen könnt ihr euch ganz offen mit OER-Neulingen und Expert*innen austauschen und auch eure Fragen stellen.

Viel Spaß im Kurs!

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Titelbild des Beitrags: Matthias Andrasch für studieren.digital, Lizenz: CC-BY 4.0. Verwendete Elemente: Papierflug von Clovis_Cheminot, Lizenz: CC0; Mülltonne von tookapic, Lizenz: CC0; Papierkorb von OpenClipartVectors, Lizenz: CC0;

Weiterführende Informationen:

Comments closed

Video-Interview: Disruption und Hochschullehre in Deutschland

„Disrupt!“ lautet der Slogan vieler Unternehmen, seit dem innovative Plattformanbieter wie der Fahrdienst Uber oder AirBnB weltweit für Aufsehen, Unruhe und Umwälzungen auf den jeweiligen Märkten gesorgt haben. Oft werden bei disruptiven Geschäftsmodellen die bisherigen „Mittelsmänner“ (Verwaltungen, etc.), die für die Vermittlungen und Organisationen der Dienstleistungen zuständig waren, durch ausgefeilte Online-Plattformen ersetzt, die eigene ökonomische Ökosysteme sind und somit viel mehr als reine Online-Marktplätze. So hat das viel zitierte Uber die Taxizentrale und ihre Mitarbeiter*innen über Apps und eine Online-Plattform ersetzt – verkürzt gesagt.
Doch funktionieren disruptive Geschäftsmodelle auch in Bezug auf die Hochschullehre? Ich habe mir vorgestellt, wie ein Interview mit Hochschulverantwortlichen zu diesem Thema aussehen könnte 😉 (Untertitel einschalten!)

Karl Heinz Pape hat einen ähnlichen Fall beschrieben, in welchem der Online-Kursanbieter dem Modell der Kreisvolkshochschulen sehr nahe kommt und evtl. erheblichen Konkurrenzdruck ausübt: Udemy senkt Kurspreise unter Volkshochschul-Niveau

Community-Frage: Kennt ihr bereits Beispiele für Disruption im Hochschulbereich oder vielleicht in anderen Bereichen der Bildung?

Weiterführende Links:

Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Name der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Matthias Andrasch für studieren.digital. Urheberrechtliche Angaben zu Grafiken, Videos oder anderen verwendeteten Inhalten finden sich direkt bei den jeweiligen Inhalten. Das erstellte Video steht nicht unter freier Lizenz. Titelfoto des Beitrags: Abandoned Hospital (15) von Jan Bommes, Lizenz: CC-BY 2.0
Comments closed